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In unserem Verein ArLan gehen wir den Spuren der Altwege nach. Wege, deren Entstehung oft Jahrtausende zurückreicht und maßgeblich die Entwicklung unserer Region geprägt haben. Sie sind im Gelände noch häufig zu finden, manchmal aber nur mit modernster Technik, wie Luftaufnahmen, Laserscanning und mit entsprechendem Kartenmaterial zu entdecken. Das bedeutet: nach Relikten einstiger Trassenführungen im Gelände oder in den Wäldern zu suchen. Aber auch Flur- und Ortsnamen aus der Namensforschung geben wertvolle Hinweise. Neben der Nutzung der angesprochenen modernen Techniken sind es die Arbeiten der Altstraßenforscher, die uns immer wieder wertvolle Hinweise geben. Besonders interessieren uns die durch unseren Landkreis laufenden römischen Militärstraßen. Bei deren Suche orientieren wir uns an den Werken unserer Freunde Johann Auer, Werner Hübner und Hans Jell. Sie haben in einer bewundernswerten und über Jahr-zehnte gehenden Forschungsarbeit maßgeblich die Altwegforschung in unserem Raum geprägt. Nachstehend können Sie einige Arbeiten dieser Forscher aufrufen.


Römische Militärstraßen, Spuren und Geschichten antiker Straßenzüge
Zur Ost- Westverbindung der sog. Isartalstraße von Werner Hübner
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Altwege zwischen Abens, Donau und Isar
Eine wissenschaftliche Arbeit von Johann Auer, Dünzling, Gde. Bad Abbach, über das Altstraßennetz zwischen Donau- und Isartal
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Befestigung und Burgen im Landkreis Kelheim vom Neolithikum bis zum späten Mittelalter
Der Altstraßenfoscher Johann Auer zeigt in seinem Buch die Besiedlungsgeschichte im Landkreis Kelheim auf, die ähnlich in unserer Region anzunehmen ist.
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Römerräder in Rätien und Noricum. Unterwegs auf römischen Pfaden 
Weitere Begehungen von römischen Straßen in Rätien, Noricum und Pannonien
Seit fast vierzig Jahren beschäftigt sich Josef Stern aus Wimpasing in Österreich mit der Erkundung des Verlaufes römischer Straßen in seiner Heimat in Österreich und in Südbayern mit großem Erfolg. Seine Erkenntnisse hat er in zwei Werken: 1994 „Wo Römerräder rollten“ und 2002 „Römerräder in Rätien und Noricum“ (RÖ 25) zusammen mit der Österreichischen Gesellschaft für Archäologie in Wien veröffentlicht.
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Salzsäumer auf ihrem Weg über Kraiburg nach Landshut
Der Heimatforscher Meinrad Schroll aus Mühldorf am Inn beschreibt im Rahmen seiner umfangreichen Altstraßen-forschung den alten Handelsweg der Salzsäumer von Traunstein über Kraiburg nach Landshut
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Römische Münzen auf dem Acker in Ellermühle
Dieser Artikel zeigt, wie wichtig die Erfassung von archäologischen Funden ist, auch wenn der Fundzeitpunkt in diesem Fall über 40 Jahre zurückliegt, denn damit wurde ein weiterer Baustein für die Lokalisierung der römischen Isartalstraße, die im Jahre 72 n. Chr. in unserer Region angelegt wurde, gefunden.
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Spurensuche nach den römischen Militärstraßen im Raum Landshut
Grundsätzliches zu den römischen Militärstraßen im Raum Landshut:


Römische Militärstraße 1 – die Ost-Westverbindung
Römische Militärstraß2 2 -die Nord-Südverbindung

Eine kurze Zusammenfassung des Buches von Werner Hübner, welches Sie auf unserer Homepage vollständig nachlesen können.
  
Dazu die Ausführung, wie wir im Verein versuchen, seinen fundierten Annahmen nachzugehen.















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Römische Militärstraßen, Spuren und Geschichte antiker Straßenzüge
Zur Ost- Westverbindung der sog. Isartalstraße.

(Auszug aus dem Buch von Werner Hübner „Römerstraßen im Isartal“ Seite 22)
“In der Mitte des 1. Jhdt. entstand dann von Augsburg aus eine Fernstraße über Freising ins Isartal, das Isartal abwärts zum Donausüdufer bei Moos-Burgstall südl. Plattling. Dort traf die sog. „Isartalstraße“ auf die von Burghöfe-Oberstimm über Eining-Weltenburg-Kumpfmühl-Straubing-Künzing nach Passau und Noricum führende Donausüdstraße.”
Zur Nord- Südverbindung über den Brenner kommend nach Regensburg
(Auszug aus dem Buch von Werner Hübner „Römerstraßen im Isartal“ Seite 22)
“Die zweite römische Fernstraße überquerte ca. 130 Jahre später das Isartal unterhalb östlich der späteren Stadt Landshut von Süd nach Nord und kreuzte dabei die bereits seit Mitte des 1. Jhdts. bestehende Isartalstraße.”
Werner Hübner gibt in seinem Buch deutliche Hinweise die für diese Wegführungen, insbesondere für die der Nord- Südverbindung, sprechen. Er zeigt auf, dass aber mit den veränderten Bedingungen - Regensburg wurde im Jahr 357 n.Chr. durch die Juthungen zerstört und das Legionslager nach Vallatum (Manching) verlegt - , die Wegführung unterhalb von Landshut als Fernstraße an Bedeutung verlor. Erst ab diesem Zeitpunkt erscheint eine Wegführung durch das heutige Landshut über das Kumhauser Tal als sinnvoll. Einen Hinweis für diese Theorie brachte die Ausgrabung (1996) durch Prof. Dr. Bender, der bei Ohu eindeutig eine Nord-Süd orientierte, also in Richtung der Straßburg zeigende, Römerstraße nachweisen konnte.
Eine Gruppe in unserem Verein versucht durch Begehungen und Literaturrecherchen, aber auch insbesondere über Kontakte mit geschichtlich Interessierten, weitere Indizien für diese beiden römischen Miltärstraßen und für die so zahlreich vorhandenen Altstraßen zu finden. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, dass diese uralten Kulturgüter nicht endgültig verloren gehen und freuen uns über jede Unterstützung.
Das Buch ist nicht mehr erhältlich, daher hat uns Werner Hübner erlaubt, die gesamte Ausgabe als PDF-Datei auf unserer Website zu veröffentlichen. 



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Altwege zwischen Abens, Donau und Isar von Johann Auer

Foto zeigt Überreste eines Hohlweges
  
Eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit über dieses Thema stammt von Johann Auer, Landwirt und Heimatkundler aus Passion, aus Dünzling, Gemeinde Bad Abbach.

Auf der Basis von mehr als 20 Jahre andauernden intensiven Begehungen und akribischer Kleinarbeit, hat Johann Auer das gesamte Altstraßennetz zwischen dem Donau- und Isartal im Gelände aufgenommen und seine kartographischen Ergebnisse durch Literatur-, Archiv- und Katasterplanstudien kritisch überprüft. Er ist dadurch in der Lage, das Altstraßennetz in römerzeitliche, mittelalterliche, früh- und neuzeitliche Routen und Systeme zu gliedern und stellt 21 verschiedene Trassen vor.
Erstmals wird mit dieser Arbeit ein flächendeckendes Altstraßennetz für den Untersuchungsraum seit der Römerzeit aufgrund überzeugender Geländebefunde fassbar, wobei sich ein ganzes Bündel von Römerstraßen von Eining, Weltenburg, Regensburg und Straubing in Richtung Süden ergibt, die z.T, wie beispielsweise im Falle Straubing, sogar noch zeitlich zu differenzieren sind.
Ein Anliegen von Johann Auer ist auch, darauf hinzuweisen, dass die fast ausschließlich in den Wäldern gelegenen Überreste der Altwege, Geleisbündel mit bis zu 40 einzelnen Fahrrinnen, Hohlwege bis zu einer Tiefe von 10 m und mehr, oder Dammstücke, heute allenthalben zugeschüttet und eingeebnet werden. Dadurch wird ein kulturelles Erbe vernichtet, das genauso wertvoll und deshalb ebenso schützenswert ist wie alte Bauten und andere Bodendenkmäler.
Prof. Dr. D.-J. Manske, Universität Regensburg, hat die Veröffentlichung der Arbeit tatkräftig unterstützt und in den Publikationen des Instituts für Geographie an der Universität Regensburg veröffentlicht. Der Bericht erschien in seiner Reihe „Regensburger Beiträge zur Regionalgeographie und Raumplanung“, Band 5/1999, Hrsg. R. Ehrig, D.J. Manske, E. Werner, Verlag M. Laßleben, Kallmünz.
Das gesamte Werk mit zahlreichen Bildern und Karten können Sie nachlesen in der PDF-Datei.



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Befestigungen und Burgen im Landkreis Kelheim vom Neolithikum bis zum Spätmittelalter

Befestigungen und Burgen im Landkreis Kelheim vom Neolithikum bis zum Spätmittelalter
Der Altstraßenforscher Johann Auer zeigt mit seinem Buch die Besiedlungsgeschichte im Landkreis Kelheim auf. Eine Geschichte, die bereits im Neolithikum beginnt und sich bis in unsere Zeit weiter entwickelt. Die Kontinuität dieser Besiedlung wird von ihm eindrucksvoll mit der Beschreibung der Bodendenkmäler und insbesondere der Burgställe in alphabetischer Reihenfolge aufgezeigt, sodass sein Buch auch zu einem interessanten Nachschlagewerk für Bodendenkmal- und Burgenforscher geworden ist.
Er beschreibt aber nicht nur die heute noch im Gelände nachvollziehbaren Bauformen, sondern hat akribisch das Wissen über die einzelnen Denkmäler zusammengetragen und in den Archiven selbst erforscht. Die erste Beurkundung zahlreicher Orte reicht zum Teil bis ins 8. Jhdt. zurück. Damit ist aber nur nachgewiesen, dass zu diesem Zeitpunkt der Ort bestand, wie lange seine Gründung zurückreicht bleibt offen. Mit den Urkunden lassen sich Familien nachweisen, die bereits damals Macht und Einfluss hatten und zum Teil über Jahrhunderte gewirkt haben. Es ist anzunehmen, dass sich die Machtbasis dieser Familien zu einem frühen Zeitpunkt, evtl. sogar in der Römerzeit, entwickelt hat.
Ausführlich geht Auer auf die zahlreichen Alt-Wege ein, die auch heute noch erkennbar und häufig mit angenommenen Ur-Wegen deckungsgleich sind. Dazu passt auch seine Feststellung, dass an den Trassen, insbesondere an deren Kreuzungspunkten, häufig frühgeschichtliche Wallanlagen und Burgen zu finden sind. Damit deutet sich ein Zeitpunkt der Entstehung an, der deutlich vor der ersten Beurkundung anzusetzen ist.
Alt-Wege bezeichne ich gerne als Lebensadern für die Entwicklung einer Region. Diese enden nicht an den Landkreisgrenzen, sondern gehen auch über unseren Landkreis Landshut hinaus, auch darauf geht Auer immer wieder ein.
Ich bedanke mich bei Johann Auer, dass er sein Wissen in diesem großartigen Werk zusammengetragen und sein Einverständnis zur Veröffentlichung in unserer Homepage gegeben hat.

Peter Geldner





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1. Römerräder in Rätien und Noricum. Unterwegs auf römischen Pfaden
2. Weitere Begehungen von römischen Straßen in Rätien, Noricum und Pannonien
Hans Jell, Josef Stern, Walter Mayer

Seit fast vierzig Jahren beschäftigt sich Josef Stern aus Wimpasing in Österreich mit der Erkundung des Verlaufes römischer Straßen in seiner Heimat in Österreich und in Südbayern mit großem Erfolg. Seine Erkenntnisse hat er in zwei Werken: 1994 „Wo Römerräder rollten“ und 2002 „Römerräder in Rätien und Noricum“ (RÖ 25) zusammen mit der Österreichischen Gesellschaft für Archäologie in Wien veröffentlicht.
Sein Beruf als Landwirt kam ihm dabei sicher maßgeblich zu Hilfe, denn er forscht nicht nur im stillen Kämmerlein, vielmehr ist er hauptsächlich im Gelände unterwegs und hat so einen besonderen Blick für die Geländeformationen entwickelt. Dadurch konnte er viele Spuren ehemaliger römischer Straßen im Gelände feststellen.
In manchen Publikationen werden die Entfernungsangaben der Tabula Peutingeriana und das Itinerarium Antonini in einen Topf geworfen und miteinander verglichen. Diese Vorgangsweise bringt oftmals falsche Ergebnisse. Josef Stern der Praktiker nimmt allerdings die überlieferten Meilenangaben ernst und versucht, diese in das Gelände umzulegen.
2014 brachte er den Ergänzungsband „Weitere Begehungen von römischen Straßen in Rätien, Noricum und Pannonien“ heraus. In diesem Bändchen hat er nun Ergänzungen festhalten, die sich nach erneuten Geländebegehungen in den letzten zehn Jahren ergeben haben.
Wir danken Josef Stern für seine Genehmigung, die Forschungsergebnisse welche unsere Region betreffen, in Auszügen aus seinen Büchern auf unsere Website zu übernehmen.

Hans Jell

In den PDF-Dateien finden Sie Auszüge aus den Büchern:

 
 



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Der Heimatforscher Meinrad Schroll aus Mühldorf am Inn beschreibt im Rahmen seiner umfangreichen Altstraßenforschung den alten Handelsweg der Salzsäumer von Traunstein über Kraiburg nach Landshut.


Am 18. Mai 1339 erlaubte Herzog Heinrich XIV. den Bürgern von Landshut für die neugegründete Freyung, also auf dem von der St. Jodoks-Kirche beherrschten Platz, einen Jahrmarkt, die spätere berühmte Bartholomä-Dult, und einen Wochenmarkt. Dieser Wochenmarkt durfte dort jeden Freitag stattfinden und wurde neben den üblichen Marktwaren von den Salzsäumern mit Reichenhaller Salz beliefert. Das Salz wurde auf dem Rücken von Saumpferden, ab dem 15. Jahrhundert auch mit Salzwagen, innerhalb von zwei Tagesmärschen vom Salzstadel in Traunstein über Kraiburg, Buchbach und Velden nach Landshut transportiert. Der Weg entspricht rund 90 Kilometern.
Anschaulich beschreibt Meinrad Schroll in einzelnen Etappen die Straßenführung an Hand heute noch gut erkennbarer Altstraßen und Hohlwege und nennt die Flussübergänge, die Maut- und Zollstellen und die Tafernen.
Die letzte Etappe vor Landshut führte über Hinterskirchen, Wendsberg, Vils, Hagenau, Narrenstetten und Untergangkofen zu der aus Geisenhausen kommenden Altstraße, dann über Salzdorf und Berg zum Oberen Tor der Stadt Landshut
Den ausführlichen Bericht des Heimatforschers und Kreisarchivpflegers Meinrad Schroll, Mühldorf,



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Römische Münzen auf dem Acker in Ellermühle

Ein Vortrag von Vitus Lechner und Sabine Zeitner-Kumpfmüller über die Geschichte von Bruckberg und Gündlkofen im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Vereins Arlan, war der Anlass für Rudi Sagberger aus Ellermühle, über einen Fund vor 45 Jahren auf einem Acker zu berichten. Es handelte sich um vier alten Münzen, deren Herkunft und Bedeutung damals nicht festgestellt werden konnte. Sie wurden fast vergessen, aber bis heute aufbewahrt.
Er übergab sie nun dem Arlan-Vorsitzenden Peter Geldner, der sie im Landesamt für Denkmalpflege genauer untersuchen ließ. Das Ergebnis war eindeutig und ist ein weiterer Baustein bei der Suche nach dem genauen Verlauf der römischen Militärstraße.


Eine Ausgrabung, welche 2017 von der Kreisarchäologie Landshut in Weixerau durchgeführt wurde, zeigt, dass die „römische Isartalstraße“ bei Weixerau zur Isar führte. Man kann daher annehmen, dass diese in der Nähe der heutigen Ellermühle vorbeiführte.


Ein Bericht über die Ausgrabung wird noch veröffentlicht.


  



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