ArLan

ArLan   -   Verein für Archäologie und Bodendenkmalpflege Stadt und Landkreis Landshut e.V.

Wir freuen uns über Ihren Besuch auf unserer Website. Entdecken Sie mit uns die Spuren unserer Vorfahren und helfen Sie mit, diese zu bewahren. Nicht nur archäologische Relikte vergangener Jahrtausende, auch Bau- und Bodendenkmäler der neueren Zeit sind gefährdet und gehen oft unwiederbringlich verloren.
Unser gemeinnütziger Verein hat sich deshalb zur Aufgabe gestellt, die Belange der Archäologie und Bodendenkmalpflege zu fördern, zur Erhaltung historisch bedeutsamer Güter beizutragen und die Öffentlichkeit  für diese wichtigen Themen zu sensibilisieren

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Aktuelles

Autoren gesucht

Oft gibt es noch Zeitzeugen, die uns helfen können, altes Wissen, Begriffe oder Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Zum Beispiel:  Fotos, Urkunden, Hofnamen, alte Arbeitsmethoden und Handwerkskunst oder ausgestorbene Berufe. Unsere Website stellt dafür eine Plattform zur Verfügung, die durch ehrenamtliche Arbeit fachkundiger Autoren laufend erweitert wird. Wir würden es begrüßen, wenn aus dem Leserkreis weitere Ergänzungen kämen und freuen uns über jeden Beitrag zu archäologischen und geschichtlichen Themen aus Stadt und Landkreis Landshut.
Wichtig: Jeder Autor ist für Inhalt und Beachtung des Urheberrechtsgesetzes in vollem Umfang selbst verantwortlich.
Der Verein ARLAN haftet nicht für Texte, Grafiken und Bilder, sondern geht davon aus, dass die Nutzungsrechte beim Autor liegen.

Der Landshuter Höhenwanderweg, Teil 2, ist eröffnet

WanderkarteDer Abschnitt 1 von Buch am Erlbach bis Landshut hat schon viele Freunde gefunden. Nun ist auch der Abschnitt 2 von Landshut bis zur Landkreisgrenze Hüttenkofen, eröffnet. Die Wanderstrecke führt durch die Innenstadt, auf den Hofberg und dann über das Naturschutzgebiet “ehemaliger Standortübungsplatz”  auf den Isarhöhen entlang zu Geschichte, Bodendenkmälern, Natur und Kultur und zahlreichen schönen Aussichtpunkten.
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Bau- und Bodendenkmal Moserbräu

Der ehemalige Moserbräu mit seiner historischen Bausubstanz und einer Jahrhunderte langen gastronomischen Tradition bewegt seit Jahren die Gemüter.
Über das Schicksal des Hauses steht eine Entscheidung noch aus. Es liegt aber jetzt ein Bebauungsplan für den rückwärtigen Teil des Denkmals „Moserbräu“ vor. Damit wird bei der Bebauung in den Bereich eines  ausgewiesenen Bodendenkmals eingegriffen, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit Spuren der Stadtentwicklung und des Lebens vergangener Jahrhunderte enthält.

Unser Verein hat nun seine Bedenken und Vorschläge zu diesem Bodendenkmal zusammengefasst und einen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Herrn Rampf, geschrieben.
PDF-Datei öffnenDas Anschreiben und die Antwort finden Sie in der PDF-Datei.

Arlan ist im Leader-Programm Landshut vertreten

Das Leaderprogramm ist ein EU-Förderprogramm zur Stärkung des ländlichen Raums. Der Landkreis Landshut ist offiziell als Leader-Region anerkannt und hat zahlreiche Projekte, nach dem Motto “Bürger gestalten ihre Heimat”, eingereicht und vorgestellt.
Unser Verein engagiert sich bei der Planung und Verwirklichung des Landshuter Höhenwanderwegs.
Er führt entlang den Isarhangleiten von Buch bis Hüttenkofen. Nicht nur die interessanten archäologischen Bodendenkmäler unseres Gebietes sondern vor allem auch Geschichte und Kultur sollen dem Wanderer näher gebracht.
36 Schautafeln führen den Wanderer zu vielen Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten.
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Eine besondere Ehrung durch die Stadt Landshut

Werner-Hübner-Weg, Archäologe 1921 - 2013Die Archäologie hat offensichtlich bei der Stadt Landshut einen hohen Stellenwert. Im neu erschlossenen Wohngebiet Schönbrunner Wasen erinnern nun mehrere Wege und Straßen an bekannte Persönlichkeiten, die sich um Archäologie und Geschichte verdient gemacht haben.
Eine besondere Freude für unseren Verein ist die Ehrung für unser  verstorbenes Gründungs- und Ehrenmitglied Werner Hübner.

Arlan ist Mitglied im Arbeitskreis Erdstallforschung

Der Arbeitskreis für Erdstallforschung ist eine Interessengemeinschaft, die sich ehrenamtlich für die Erforschung, Dokumentation und Sicherung der Erdställe und deren dauerhaften Erhalt einsetzt. Er dient als Ansprechpartner für Erdstallbesitzer und bildet die Schnittstelle zum Landesamt für Denkmalpflege.
Erdställe sind künstlich angelegte unterirdische Gangsysteme, deren Entstehung und Nutzung noch weitgehend rätselhaft ist. Die Bezeichnung Erdstall bedeutet  “Stelle” in der Erde, ähnlich dem Wort Burgstall, das auf den ehemaligen Standort einer Befestigungsanlage hinweist.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website: www.erdstall.de

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Termine

Unser Vereinsabend findet in der Regel jeweils am zweiten Freitag des Monats statt, mit wechselnden Themen und Vorträgen, im Gasthaus Proske, Weidenstraße 2, 84030 Ergolding (Tel: 0871 71822), Beginn 19.30 Uhr. Auch Gäste sind herzlich eingeladen.

Freitag, 12. Mai 2017

Zwischen Römerzeit und Frühmittelalter. Das Gräberfeld Altheim-Andreasweg

Vortrag: Dr. des. Johannes Sebrich M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München

Zwischen 1989 und 1992 fanden im Vorfeld von Baumaßnahmen in Altheim bei St. Andreas umfangreiche Rettungsgrabungen statt. Neben vorgeschichtlichen Siedlungsspuren kamen die Reste einer römischen villa rustica sowie über 400 Bestattungen eines großen Reihengräberfelds des frühen Mittelalters zu Tage. Ursprünglich dürfte der Bestattungsplatz wohl ca. 1.000 Gräber gezählt haben und gehört somit zu den größten frühmittelalterlichen Gräberfeldern Bayerns. Im Rahmen einer Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München wurden nun alle Gräber und deren Grabfunde vollständig vorgelegt und wissenschaftlich bearbeitet. Die chronologische Analyse der fast 3.000 Glasperlen sowie zahlreiche Radiokarbonanalysen haben gezeigt, dass Altheim den bisher frühesten Nachweis eines Reihengräberfeldes in Altbayern darstellt. Der Vortrag gewährt daher nicht nur einen Überblick über die Gräber und Grabfunde sondern thematisiert auch den Übergang von der Antike zum Mittelalter in der Provinz Raetia secunda am Beispiel von Altheim.

Freitag, 9. Juni 2017

Nicht nur Rauch und Feuer - Die Urnenfelderzeit in Ostbayern

Vortrag Dr. Joachim Zuber, Kreisarchäologe Kelheim

Im 13. Jahrhundert vor Christus ändern sich in Süddeutschland scheinbar schlagartig die Bestattungssitten: Die Toten werden beinahe ausnahmslos verbrannt, ihre sterblichen Überreste in Urnen der Erde anvertraut. Die oft mehrere hundert Gräber umfassenden großen Friedhöfe der Zeit zwischen 1200 und 800 v. Chr. haben ihr die Bezeichnung Urnenfelderzeit eingebracht. Sie ist die am weitesten verbreitete mitteleuropäische Kultur der Späten Bronzezeit. Die archäologischen Hinterlassenschaften dieser Epoche sind in Ostbayern zahlreich vertreten.

Sie stellt die Endphase der bronzezeitlichen Kulturentwicklung in Süddeutschland dar. Ihr Beginn ist mit wichtigen technischen Neuerungen verbunden und lässt deutlicher als in der vorhergehenden mittleren Bronzezeit soziale Differenzierung erkennen. Während des gesamten Zeitraumes sind weitreichende überregionale Kontakte fassbar. Die Ergebnisse von Ausgrabungen der letzten 30 Jahre in Ostbayern haben ein umfassendes Bild dieses Zeitabschnitts entstehen lassen. Der Vortrag versucht anhand dieser Ergebnisse den derzeitigen Kenntnisstand zusammenzufassen. Er soll den Blick über die typischen Bestattungssitten hinaus lenken und mit Erkenntnissen über Siedlungs- und Gebäudeformen, Wirtschaftsweise und Hinweisen auf Glaubensvorstellungen der damaligen Menschen ergänzen.

Vereinsausflug vom 22.09. bis 24.09.2017
als Hauptziel zur Römerstadt Carnuntum In der Nähe von Wien

Alle Teilnehmer unseres Vereinsausflug 2016 waren von der durch „Reisen Erleben“ hervorragend organisierten Tour so begeistert, dass wir uns am Ende der Reise spontan entschlossen haben Ihnen für das Jahr 2017 wieder einen archäologisch orientierten Ausflug von  Herrn Domakowski ausarbeiten zu lassen.
PDF-Datei öffnenSein Angebot liegt uns nunmehr vor. Die Details zu diesem Ausflug finden Sie in der PDF-Datei:

Weitere Informationen über die Römerstadt Canuntum können Sie sich unter www.carnuntum.at ansehen.

Damit wir die weitere Planung der Reise vornehmen können, bitte wir Sie, sich bis Ende März
entweder per Telefon 087849679870 (Peter Geldner) oder per Mail peter.geldner@arlan.de,
unverbindlich anzumelden.

Sobald die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist werden wir Sie informieren und Ihre endgültige Zusage erfragen.

 

Sonstige Termine

Aktuelle Ausgrabungen in Ergolding- Fischergasse

Alheimer Messer, Feuerstein, Ergolding FischergasseIn den letzten Monaten wurde in der Fischergasse ein Abwasserkanal errichtet, der in weiten Teilen in noch nicht untersuchten Bereichen der Feuchtbodensiedlung liegen sollte. Im Vorgriff auf diese Arbeiten wurden im Herbst 2015 etwa 130m² der altheimzeitlichen Siedlung archäologisch untersucht und dabei zahlreiche spannende Funde geborgen.

Im Rahmen der kleinen Ausstellung im Rathaus von Ergolding werden die schönsten Funde der Ausgrabung der Öffentlichkeit präsentiert. Darunter finden sich Schmuckstücke aus Tierzähnen, Pfeilspitzen aus Feuerstein, Beile aus geschliffenem Stein und – als Besonderheit- zwei vollständig erhaltene große Messer aus Feuerstein die in einem Depot vor etwa 6.000 Jahren versteckt wurden und im letzten Jahr wieder entdeckt wurden.

Die Funde können ab 01.07. 2016 zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt
werden.

 

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