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Tipps zum Umgang mit archäologischen Funden, Betretungsrecht, Eigentumsrecht

Eine wichtige Quelle für archäologische Erkenntnisse sind Zufallsfunde und Feldbegehungen.

Bei Feldbegehungen werden systematisch auf gepflügten Äckern, aus Maulwurfshügeln, im Grünland und aus den Wurzelstöcken umgestürzter Bäume Funde aufgesammelt, die an der Oberfläche liegen.
Das Graben nach vermuteten Funden ist nicht erlaubt und strafbar.
Dies gilt auch dann, wenn man mit einer Metallsonde eine Fundstelle ortet!

Feldbegehung

Hier ein Foto von einer Feldbegehung am 4. Juni 2011 mit Prof. Murray aus den USA bzw. eines Silex-Fundes
 auf einem Feld zwischen Hohenthann und Pfarrkofen. Ganz links (mit Rucksack) Prof. Murray.

 

Betretungsrecht

Das Betretungsrecht ist bundesrahmenrechtlich im Bundesnaturschutzgesetz sowie im Bayerischen Naturschutzgesetz geregelt. Im Sinne des Gemeingebrauchs ist grundsätzlich das freie Betreten von allen Teilen der freien Natur (Privatwege, Feld und Flur sowie Wald) „zum Zwecke der Erholung“ erlaubt.
Es versteht sich von selbst, dass jedermann verpflichtet ist, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Feldbegehungen müssen verantwortungsbewusst und dürfen nur außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt werden.
 

Behandlung von Funden, Begutachtung

Sehr wichtig ist die möglichst exakte Erfassung ggf. auch Kartierung der Fundstelle. Die Funde sind getrennt nach Feldern aufzubewahren und einer Fachstelle zu melden. Nur so ist es möglich, dass eine scheinbar wertlose Scherbe das Bild, gleich einem Mosaikstein, über die Entwicklung unserer Region vervollständigt oder sogar verändern kann.

Ansprechstellen für die ordnungsgemäße Erfassung von Funden sind:

  • Die untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt.
  • Die Kreisarchäologie Herr Thomas Richter, Landshut
  • Die Archäologin Frau Dr. Renner in Vilsbiburg, Heimatmuseum

Der einfachste Weg für Sie ist es, wenn Sie sich mit unserem Verein in Verbindung setzen und wir alles Weitere für Sie erledigen.
 

Reinigung:

Bitte gehen Sie bei der Reinigung der Funde äußerst vorsichtig vor und überlassen Sie diese im Zweifelsfall möglichst einem Fachmann. Sonst könnten unter Umständen Farbspuren oder Verzierungen z.B. auf Keramikscherben verloren gehen.

    Stabile Funde, wie Stein, Silex (Feuerstein) vorsichtig, ohne Bürste, bitte nur nass reinigen.

    Metall, Glas oder organische Materialien keinesfalls reinigen, sondern unbehandelt im Fundzustand belassen.

    Aufbewahrung bitte in luftigen offenen Tüten, um Schimmelbildung zu vermeiden.
     

Eigentumsrecht:

Die Fundstücke haben in der Regel keinen materiellen Wert, sind aber interessant, insbesondere für die Wissenschaft. Nach § 984 BGB gehören sie dem Entdecker und dem Grundstückseigentümer je zur Hälfte. Ein Bauherr erwirbt damit zu 100% Eigentum an den archäologischen Funden.

Sollten Sie eine noch exaktere Auskunft zu der aufgeführten Thematik benötigen, dann empfehlen wir Ihnen die Homepage des Landesamtes für Denkmalschutz unter www.blfd.bayern.de.

Ansonsten setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, jeder Fund kann wichtig sein!

 

 

 

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