ArLan

Ein Überblick über Aktivitäten und Vorträge

 

15.11.2009, Ausflug zur Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz in Bergen bei Neuburg/Donau

Ausflug 2009

Die Ursprünge dieser romanischen inzwischen barockisierten Kirche reichen bis in das 9.Jahrhundert zurück. Unser Vereinsmitglied Ilg hat mit dem zuständigen geschichtlich stark interessierten Pfarrer eine Führung vereinbaren können, in welcher wir neben dem herrlichen Kirchenbau noch einiges über die geschichtliche Entwicklung der Region hören konnten. Der Pfarrer zeigte uns auch Teile der Kirche, die dem Normalbesucher verborgen bleiben.

 

 

 

 

 

06.11.2009, 19,30 Uhr, Archäologischer Stammtisch, Gasthaus Proske, Ergolding

Referent: Christoph Stein

Thema: Neue Daten für alte Denkmäler

Zu diesem Thema konnte der 1. Vorsitzende Peter Geldner wiederum eine stattlich Anzahl von Vereinsmitgliedern, darunter auch Herrn Dr. Bernd Englhardt vom Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Dienststelle Regensburg und mehrere Gäste im Gasthaus Proske in Ergolding begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem Referenten und Vereinsmitglied Christoph Stein. Nach Bekanntgabe einzelner Termine und der Informationen über den Stand der Bemühungen bezüglich eines Stadt- und Kreisarchäologen, konnte 1. Vorsitzender Geldner erfreut mitteilen, dass der Verein eine stattliche Spende der Sparkasse erhalten habe.

Zu Beginn seines Vortrages - Neue Daten für alte Denkmäler - verwies der Referent Christoph Stein auf die rasanten Fortschritte bei der Vermessung der Erdoberfläche durch das sog. Laserscanning-Verfahren hin, das bislang ungeahnte Möglichkeiten eröffnet, Bodendenkmäler wie Grabhügel, Wallanlagen, Burgställe etc. zu erkennen und als Höhenmodelle darzustellen. Nach Einschätzung von Experten leiten diese Möglichkeiten eine neue Phase in der Bodendenkmal-Erforschung ein, ähnlich wie es vor einigen Jahrzehnten durch die Luftbildarchäologie gelang. Um die Anwesenden an die neuartigen Techniken der Vermessung heranzuführen, ging der erste Schritt des Vortragenden, der auch beruflich mit der Materie beschäftigt ist, in die Vergangenheit zurück. Die Ursprünge der Kartierung und Vermessung, so Christoph Stein gehen auf Konrad Peutinger und Aventinus zurück, die nicht nur in Archiven tätig, sondern auch im Gelände unterwegs waren.

Weiter ging es mit Johann Georg Dominicus von Limprun, der von 1714 bis 1784 lebte und seines Zeichens Münz- und Bergrat war. Dazu zeigte der Referent verschiedene Aufnahmen über diese Tätigkeiten anhand einer Römerschanze bei Grünwald.

Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit, so der Vortragende, nun zurück in die Gegenwart. Er erläuterte ausführlich die Art der Messung mittels der Lasertechnik, das sog. Laserscanning. Hier ist, so Stein, der Rasterabstand das Entscheidende. Von ursprünglich 25 m Rasterabstand ist man mittlerweile bei 1 m angelangt. Dies bedeutet, dass man von ursprünglich 40.000 Messpunkten je qkm beim 25-Meter-Raster, jetzt 1.000.000 Messpunkte beim 1-Meter-Raster angelangt ist.

Mittels Umrechnung der Meßpunkte, im Fachjargon Triangulation genannt, erhält man dann ein Raster, das eine dreidimensionale Darstellung des Geländes ermöglicht. So kann man Modelle am Computer erstellen, die durch Farbabstufungen die Höhenunterschiede darstellen. Dazu zeigte Stein verschiedene Aufnahmen von Schlösslberg und der großen Schwedenschanze, die dies nach kurzer Eingewöhnungszeit, sehr deutlich und plastisch darstellen. Was diese Technik des Airborne Laserscannings (ALS) außerdem noch äußerst interessant und faszinierend macht, ist die Möglichkeit die Vegetation (Wald usw.) einfach "wegzurechnen", so dass man auch bewaldete Gebiete direkt darstellen kann.

Insbesondere auch bei Altstraßen bietet diese Technik bei der Auffindung, Vermessung und Auswertung fantastische Möglichkeiten. Auch bei Bodendenkmälern wie Hügelgräber, Viereckschanzen usw. eröffnet diese Art der Vermessung neue Perspektiven, wie dies der Referent an Hand von Beispielen wie den Hügelgräberfeldern bei Bruckberg und Gündlkofen zeigte.

Zusammenfassend vermerkte Stein, dass nach und neben der Luftbildarchäologie für die oberflächliche Erfassung und Auswertung archäologischer Denkmäler insbesondere von Bodendenkmälern das Laserscanning ein weiterer Meilenstein ist, da selbst nicht mehr erkennbare Details noch sichtbar gemacht werden können. Dies demonstrierte Stein eindrucksvoll an Hand einer Aufnahme eines längst eingeebneten Hügelgrabfeldes.

 

 

 

14. 8.2009, 19.30 Uhr, Archäologischer Stammtisch, Gasthaus Proske, Ergolding

Referent Vitus LechnerReferent: Vitus Lechner, Ortsheimatpfleger Bruckberg

Thema: Bericht über archäologische Funde, geschichtliche Ereignisse, und aktuelle Aktivitäten.

Geschichtliche Wanderungen, archäologische Grabungen und viele Archivalien haben dazu geführt, dass von Bruckberg sehr viele interessante Details bekannt sind. Vitus Lechner stellt die zukunftsweisenden Ideen vor, mit denen der Heimatverein Bruckberg Archäologie, Regionalgeschichte, Ortsgeschichte und Tourismus verbinden möchte.

 

 

 

 

 

 

10. 07.2009, 19,30 Uhr, Archäologischer Stammtisch, Gasthaus Proske, Ergolding

Referent: Karl Fahrnholz

Thema: Die “farbigen Viertel” von Landshut

Die Gemarkung Landshut ist im Grundbuch in mehrere mit Farben benannte Viertel unterteilt. Die Herkunft dieser Farben und die ursprüngliche Einteilung der Stadtviertel und der Grundbuchviertel waren Thema eines Vortrags von Karl Fahrnholz, der lange Jahre als Rechtspfleger am Grundbuchamt Landshut und auch fünf Jahre am Grundbuchamt München tätig war.

Hier sein interessanter Vortrag:

Begonnen habe ich meine berufliche Laufbahn 1960 am AG Mallersdorf. Dort wurde damals noch in das "bayerisches Grundbuch", dicke Lederfolianten mit dem Tintenfüller handgeschrieben. Gleichzeitig wurde aber schon auf sog. Reichsmuster umgestellt. In diese Grundbücher wurde dann mit einer Schreibmaschine geschrieben, bei der der Wagen über dem eingespannten Buch hin- und herfuhr. Das Schriftbild war entsprechend. In Landshut wurde dann schon auf "Loseblatt-Grundbuch" umgestellt, mit Speicherschreibmaschinen und dann EDV-unterstützt, geschrieben, schließlich das EDV-Grundbuch erprobt und heute gibt es das papierlose Grundbuch (in der mindestens dritten Generation) und gespeichert wird auf CD-ROM. Schon bei Beginn dieser Arbeit im Grundbuch fiel mir natürlich auf, dass es überall sog. "Gemarkungen" gibt, meist mit den früheren Gemeinden übereinstimmend, z.B. Ergolding, Altdorf, aber auch Achdorf, Berg oder Schönbrunn. In Landshut gibt es zwar beim Vermessungsamt nur eine Gemarkung Landshut, im Grundbuch aber mehrere Grundbuchbezirke, nämlich Landshut -rotes Viertel-  -blaues Viertel-  -gelbes Viertel-  und -weißes Viertel- bestehen.

Das Grundbuch in Bayern gibt es in dieser Form seit 1905 aber mit verschiedenen Vorläufern, vor allem in den Städten, z.B. in München.
Das Eigentum an Grundstücken musste immer schon sicher nachgewiesen werden, früher nur durch Urkunden, die gesammelt wurden, später dann in Buchform.
Um Grundstücke bezeichnen zu können und die Lage und Größe zu wissen, müssen diese vermessen werden.
Die früheste Darstellung des bayer. Gebietes enthält die römische Straßenkarte "Tabula Peutingeriana" aus dem 4. Jhdt. auf der Augsburg, Regensburg und Salzburg genannt sind. 1523 schuf Johann Turmair, genannt Aventinus, die erste topographische Karte.
1544 ordnete Herzog Albrecht V. eine "Landes-Mappirung" an und beauftragte damit Philipp Apian. Dieser reiste sieben Jahre lang durch Bayern und zeichnete seine "Landtafeln" bei denen die Flusstäler das Gerüst für die Landschaften bildeten und die bis in 19. Jhdt. das offizielle Kartenwerk waren.

Die Kriege Napoleons waren dann der Auslöser für eine genaue Vermessung, von diesem zu Kriegszwecken in Auftrag gegeben und anschließend zu Steuerzwecken fortgeführt. Am 19. Juni 1801 wurde dazu das "Topographische Bureau" durch Kurfürst Max IV. Josef gegründet, das Gründungsdatum der Bayer. Vermessungsverwaltung.
Dieses Bureau begann sofort eine Basisstrecke zwischen München und Aufkirchen (bei Erding) zu messen. Die Länge der direkten Linie beläuft sich auf 21.653,8 Meter. Die moderne Nachmessung hat eine Abweichung von nur etwa 70 Zentimeter ergeben. Der nördliche Turm der Frauenkirche in München wurde als Nullpunkt der Vermessung gewählt. Von ihm aus überzog ein Dreiecksnetz von Fixpunkten ganz Bayern und die damals bayer. Rheinpfalz. Noch heute bildet der nördliche Turm der Frauenkirche den Ausgangspunkt für die Blatteinteilung der bayer. Flurkarten.

1808 ordnete der inzwischen zum König Max I. beförderte Regent für ganz Bayern die Vermessung aller Grundstücke an. Ziel war es, eine gerechte und einheitliche Besteuerung zu erreichen. Es bestanden damals 114 verschiedene Grundsteuersysteme, die die Haupteinnahmequelle des bayer. Staates bildeten. Es wurden über 21 Millionen Grundstücke aufgezeichnet, auf über 23.000 Uraufnahmeblätter.

Zurück zu unserem Thema:
Obwohl es also nur eine Gemarkung Landshut gibt, sind die Grundstücke dieser Gemarkung in vier verschiedenen Grundbuch-Bezirken gebucht, die mit Farben bezeichnet sind, nämlich Landshut -blaues Viertel-, Landshut -rotes Viertel-, Landshut -gelbes Viertel- und Landshut -weißes Viertel-.
Einen Hinweis, wie es zu dieser Aufteilung in farbige Viertel gekommen ist, habe ich dann in dem 1987 erschienenen, unveränderten Nachdruck der "Topographischen Geschichte der Kreishauptstadt Landshut in Niederbayern" (1) von Dr. Anton Wiesend, erschienen im Jahr 1858, gefunden. Dr. Wiesend (1790 - 1861) war Regierungsrat bei der Reg. von Niederbayern und zuletzt 1. Vorsitzender des Historischen Vereins.

Bei Wiesend heißt es auf Seite 16, nachdem vorher von Rechnungen die Rede ist und von weiteren Stadttoren, deren "Thorwarte" wohl die Einnahmen abrechnen mussten und vielleicht für in die Stadt gebrachte Fuder Wein erhebliche Einnahmen hatten:

"Indessen erscheint neu dem Historiographen, dass nach eben diesen Rechnungen wacker getrunken wurde, da man die Stadt geviertailt vor navivitatis mariae 1427.
Ohne Zweifel wird nach dieser großen und schmerzlosen Operation jeder einzelne Theil zum notwendigen Unterschiede von dem anderen, die itzt noch existente Benennung der Viertel nach Farben erhalten haben, zumal sich auch nirgends eine Bezeichnung nach Nummern ankündigt."

Wenn dies richtig ist und die Aufteilung also an Mariä Geburt (9. Sept.) 1427 erfolgte, so reichen die "farbigen Viertel" als Untergliederung der Stadt anstelle von Stadtteilen (z.B. Altstadt, Neustadt, Freyung etc.) schon in die Zeit vor der Landshuter Hochzeit im Jahr 1475 zurück.

Auf Seite 61 schreibt Wiesend wieder von den Stadtvierteln und zwar im Zusammenhang mit dem Ankauf des Hofgartens durch die Stadt Landshut im Jahr 1837 (Kaufpreis 12.732 Gulden). Damals wurde dieser Bereich auch in den "Burgfrieden" aufgenommen. Da dies hoheitliche Auswirkungen hatte, erging darüber eine Entschließung mit folgendem Wortlaut:


"Kammer des Innern.  Nr. 14, 722
Im Namen Sr. Majestät des Königs von Bayern. (König Ludwig I.)

Durch höchstes Rescript vom 14. Juni ist von dem köngl. Staatsministerium der Justiz und der Finanzen genehmigt worden, dass der von der Stadt angekaufte sogenannte Hofgarten daselbst dem dortigen Burgfrieden einverleibt werde.

Der Magistrat der Stadt Landshut hat dieses in das Grundbuch eintragen zu lassen, den Einwohnern geeignet bekannt zu machen, und in vorkommenden polizeilichen Fällen darnach zu verfahren.
München, 21. Juni 1837
Königl. Regierung des Isarkreises.
Lerchenfeld
Richard

Der Verfasser der Topographischen Geschichte fährt dann fort:
"Stadt und Burgfriede werden abgetheilt:
1) in die vier Stadtviertel und Zwischenbrücken
2) in die Plätze vor den Thoren
3) in die übrigen drei Vorstädte und
4) in den Rennweg.

Die Viertel heißen:
a) das blaue oder die ganze Ländgasse und die linke Seite der Altstadt mit den Nebengässchen,
b) das rothe oder die Bergstraße, die rechte Seite der Altstadt mit allen Seitengassen und die linke Seite der Neustadt,
c) das gelbe oder die rechte Seite der Neustadt mit den Nebengassen und der Freiung,
d) das weiße oder ganz Zwischenbrücken mit den Plätzen vor den Thoren.

Diese Viertel sind wieder unterabgetheilt in 24 Rotten mit eben so vielen Rottmeistern. Ueberdies bildet der Gries eine Rotte, die Plätze vor dem Schönbrunner- und dem Hagrainerthore bestehen gleichfalls aus einer Rotte, der Hagrain hat zwei, St. Nikola-Vorstadt fünf und der Rennweg drei Rotten.


Theo Herzog schreibt in seiner "Landshuter Häuserchronik" (2):

"Eine Rotte umfasste etwa 10-20 Häuser, die in den Hauptstraßen meist zwischen einer Abzweigung und der anderen lagen oder einen Block zwischen den Gassen bildeten. Jeder Rotte stand als Obmann ein Rottenmeister vor, der Aufsichtsbefugnis hatte, Schadens-,  Unglücks- und Ruhestörungsfälle zu melden hatte, für die Armenhilfe, für Steuer- und Verteidigungszwecke zur Verfügung stand und insbesondere die Bekanntmachung der Ratsverordnungen zu besorgen hatte".
Sandtnermodell, Nachbau 1934
Das Bild zeigt das Sandtner-Modell aus dem Buch “Landshut Stadt im Modell” von Günther Knesch. Es handelt sich um den im Stadtmuseum aufbewahrten Nachbau des Sandtnermodells von 1934.

Diese "Rotten" mit ihren "Rottenmeistern" waren wohl auch zur Verteidigung der Stadtmauer und z.B. zum Löschen bei Bränden in ihren Vierteln zuständig.

Nun einige Details zu den einzelnen Vierteln, wie sie Wiesend S. 253 auflistet. Deutlich sind die Straßenzüge auf dem Bild vom Sandtner-Modell zu sehen, das im Jahr 1570 entstand.

Das blaue Viertel beginnt mit HsNr. 1 Münchner Thor und zieht sich über Ländgasse, Harnischgasse, Obere Länd, Theaterstraße, Altstadt (linke Seite = Isar zu) bis hinunter zum Hl. Geist-Spital (HsNr. 97 und dann die untere Länd wieder Richtung Theaterstraße bis zum heutigen Kaufhaus C&A, früher HsNr. 144 ½ Eigentümer im Jahr 1858 war Fam. Wittmann.

Das rothe Viertel beginnt mit HsNr. 145 in der (Alten) Bergstraße und zieht sich über die Obere Altstadt, Nahensteig, Spiegelgasse, Kirche St. Martin (HsNr. 219), Kirchgasse, Altstadt (zwischen Altstadt und Neustadt), Schirmgasse, Zwerchgasse, Steckengasse, Grasgasse, Rosengasse, Untere Altstadt, Herrengasse, Hl. Geist-Gasse, Hl. Geist-Kirche (HsNr. 394), Kaserne (heute Stadtpostamt, einschließlich des Bereichs zwischen Bischof-Sailer-Platz und Bauhofstraße in Richtung Podewilsstraße), Neustadt (zur Altstadt hin) wieder in Richtung Martin-Schule.

Das gelbe Viertel beginnt mit der Maltheser Kirche (heute Jesuiten-Kirche) HsNr. 479, Kaserne (heute Jesuiten-Kloster genannt = Polizei) HsNr. 480 und zieht sich über die Bindergasse, die Königsfelder-Gasse, die Neustadt (in Richtung Freiung) bis zum Ursulinen-Kloster (HsNr. 536), Regierungsgasse, Kramergasse, Jodokgasse, Untere Freyung, Paradeplatz (Freyiung in Richtung Neustadt), Obere Freyung (in Richtung Hofgarten) bis zum damaligen Hagrainer Tor (dies stand am Ende der Freyung Richtung Loretto-Kloster).

Das weiße Viertel umfasste die Bereiche
Vor den Toren,
a) vor dem Hammertor (stand etwa beim Parkhaus Mühleninsel), die Mühleninsel, zwischen den Brücken (heute Zweibrückenstraße) Litsche, Isargestade;
b) vor dem Münchner Thore (stand beim alten Amtsgericht) heute Innere Münchner Straße (umfasste aber nur acht Häuser und zwei Keller);
c) vor dem Länd-Thore u.a. Gastwirthschaft und Theatergebäude des Johann Bernlochner;
d) vor dem Schönbrunner-Thor (stand beim Maxwehr);
e) vor dem Hagrainer-Thor (stand am Ende der Freyung);
und die damaligen Vorstädte
Hagrain (heute der Bereich der Hagrainer Straße);
Gries (Bereich Innere Münchner Straße, Grieserwiese);
St. Nikola (dazu gehörte auch das Kloster Seligenthal) mit der Schwestergasse, Wagnergasse, Hohen Gred (heute Karlstraße) und ebenfalls als Vorstadt der Rennweg, deren Eigentümer alle die Berufsbezeichnung "Schwaiger" führen, bis auf einen, der Müller und Bierwirt war (ev. ehemals Gasthaus Klötzlmühle, heute Milchwerk).
 

 Die Karte aus dem Jahr 1847 zeigt die Einteilung
 der Stadt Landshut in die “farbigen Stadtviertel”
Landshut, farbige Viertel 1847
Die Karte aus dem Jahr 1987 zeigt die Einteilung
 der Gemarkung Landshut in die “farbigen Grundbuchbezirke”
Landshut, farbige Viertel 1987
Aus Landshuter Häuserchronik von Theo Herzog, Neustadt an der Aisch, 1957, Verlag Degener & Co. Inh. Gerhard Gessner, Band 1 der Sonderveröffentlichungen des Historischen Vereins für Niederbayern e.V.

Die vier farbigen Grundbuchbezirke wurden im Wesentlichen genauso angelegt.
Während aber für die Stadtviertel die Farben blau, rot und gelb bereits an den damaligen Stadttoren endeten, wurden die Grundbuchbezirke darüber hinaus weitergeführt. So liegt das Flurstück Nr. 1 der Gemarkung Landshut, auf dem sich das leerstehende Gebäude des Gefängnisses befindet, bereits außerhalb des Münchner Thores, also im weißen Stadtviertel, wurde aber im Grundbuchbezirk Landshut -blaues Viertel- gebucht. Genauso weiter die Innere Münchner Straße bis zur Gemarkungsgrenze Achdorf (Kupfereck, Hang hinter der Münchner Straße).

Rechts der Isar wurden also die Farben der Stadtviertel weitergeführt. Daher sind auch die Grundstücke vor dem Ländtor (z.B. das Stadttheater) in Landshut -blaues Viertel- gebucht.

Genauso erstreckt sich der Grundbuchbezirk Landshut -gelbes Viertel- heute bis zur Gemarkungsgrenze Schönbrunn bzw. Berg ob Landshut (umfasst also das Niedermayer-Viertel). Hofgarten, Herzoggarten und Bernlochner-Schluchtweg sind in Landshut - weißes Viertel- gebucht, da im Eigentum der Stadt Landshut.

Die Grundstücke links der Isar gehören alle zum Grundbuchbezirk -weißes Viertel- (also Nikola-Viertel, Klötzlmüller-Viertel, Wolfgangs-viertel, Konradviertel).

Die Straßenzüge Altstadt, Neustadt und alle Gassen und Plätze wurden schon bei Anlegung des Grundbuchs am 20.10.1909 im Grundbuch von Landshut -weißes Viertel- Band 23 Blatt 2549 gebucht, also nie bei ihren "farbigen" Vierteln, da sie im Eigentum der Stadt standen und stehen.

Diese Aufteilung einer Gemarkung im Grundbuch in Stadtbezirke oder Stadtdistrikte war übrigens in der "Dienstanweisung für Grundbuchämter Bayerns rechts des Rheins" ausdrücklich zugelassen.
In München war keine Unterteilung notwendig gewesen, da es dort Stadtteile gibt, die jeweils eine Gemarkung bildeten, z.B. Schwabing, aber auch sehr kleine, wie das Angerviertel, das Kreuzviertel oder das Hackenviertel in der Innenstadt. Das erste Grundbuch wurde in München schon im Jahr 1484 angelegt, nachdem es vorher ein "Gerichtsbuch" gab, in das die Rentenkäufe eingetragen wurden.

Staudenraus schreibt in seiner "Chronik der Stadt Landshut" (3) auf S. 105, dass die Stadtviertel nach den "vornehmsten Behausungen" eingeteilt sind.
In der "Beschreibung der churfürstlichen Haupt- und Regierungsstadt Landshut" von Franz Sebastian Meidinger (4) findet sich auf S. 68 folgender Hinweis: "Die Stadt ist in vier Vierhtel eingeteilt, die aber eigentlich keine sonderbare Benennung haben."

Wiesend erwähnt die Viertel-Einteilung nochmals im Zusammenhang mit der Wahl des (Stadt)Rats nach dem verlorenen Landshuter Erbfolgekrieg, dabei wurden aus jedem Viertel 15 Wahlmänner bestimmt, die dann den inneren und den äußeren Rat wählten.

Diese Viertel-Einteilung findet sich auch noch in der Einteilung der Stadt Landshut zu den Wahlen im Jahr 1890, wo die "farbigen" Stadtviertel jeweils auch einen der fünf Wahlbezirke bildeten, wie Heinrich Egner in einem Artikel zur 100. Wiederkehr dieser Wahlen am 5.5.1990 in der Landshuter Zeitung ausgeführt hat.

 

Die Zitate stammen aus:

(1)Topographische Geschichte der Kreishauptstadt Landshut in Niederbayern von Dr. Anton Wiesend, Landshut 1858, unveränderter Nachdruck des Verlags für Kunstreproduktionen Christoph Schmidt, Neustadt an der Aisch in Zusammenarbeit mit Jos. Hochneder`sche Buch- und Kunsthandlung Landshut

(2) Landshuter Häuserchronik von Theo Herzog, Neustadt an der Aisch 1957, Verlag Degener & Co. Inh. Gerhard Gessner, Band 1 der Sonderveröffentlichungen des Historischen Vereins für Niederbayern e.V.

(3)Topographisch-Statistische Beschreibung der Stadt Landshut in Bayern und ihrer Umgebung von Alois Staudenraus, Landshut 1835, Druck und Verlag von Joh. Nep. Attenkofer. 1989 Unveränderter Nachdruck von 1835 in der Reihe „Landshuter Reprints“ Jos. Hochneder`sche Buch- und Kunsthandlung Verlag Heidrun und Hans-Christoph Ludwig, Landshut.

(4) Beschreibung der churfürstlichen Haupt- und Regierungs-Stadt Landshut von Franz Sebastian Meidinger, Stadtprokurator, allda,1785, Landshut, gedruckt bey Maximilian Hagen; 1991 Unveränderter Nachdruck von 1785 in der Reihe „Landshuter Reprints“ Jos. Hochneder`sche Buch- und Kunsthandlung Verlag Heidrun und Hans-Christoph Ludwig, Landshut

 

 

 

8.5.2009, 19.30 Uhr, Archäologischer Stammtisch, Gasthaus Proske, Ergolding

Referent Christoph SteinReferent: Christoph Stein

Thema: Der Landshuter Höhenweg

Zu Beginn seines Vortrags "Erläuterungen zum Landshuter Höheweg" wies Christoph Stein auf die vor kurzem erschienene Broschüre "Wanderungen durch die Zeit" von Vereinsfreund Werner Hübner hin. Die dort beschriebenen 15 Exkursionen beschäftigen sich mit archäologischen Zielen, die zum Teil räumlich sehr weit im Landkreis verstreut liegen. Im Gegensatz dazu soll sich der Landshuter Höheweg mit einer geschlossenen Region, dem Isartal von Niedererlbach bis Niederaichbach beschäftigen und die dort vorhandenen Denkmäler verschiedener Art miteinander verbinden. Dazu zeigte der Referent einführend auf einer Übersichtskarte alle im Landkreis bekannten Bodendenkmäler, deren Dichte äußerst beeindruckend ist. Er ist dazu der Auffassung, dass der Landkreis Landshut geradezu einem "Archäologischen Park" gleicht, auch wenn dies vielen Bewohnern nicht bewusst ist. Um die Einheimischen darauf aufmerksam zu machen, welche Kulturschätze ihre Heimat birgt und sie, sowie auch Gäste aus Nah und Fern darüber zu informieren, soll der geplante Landshuter Höhenweg durch Broschüren, Wegweiser, Hinweistafeln usw. beschrieben und erläutert werden. Danach schilderte der Vortragende ausführlich an Hand einer Präsentation die einzelnen Wegabschnitte, denen er fantasievolle Name gegeben hat. Beginnend in Niedererlbach mit dem "Weg der Kulturen", weiter über "Jadwigas Weg", dem Abschnitt "Burgfriedensweg West" weiter auf dem "Fürstenweg", zum "Burgfriedsweg Ost", dem Wegabschnitt "In Einsamkeit und Weite", zu den "Landshuter Höhenburgen" bis hin zum letzten Wegeteil "Im Romantischen Hügelland" bei Niederaichbach, soll der Landshuter Höhenweg führen. Anschließend erläuterte Christoph Stein die verschiedenen Denkmäler und Besonderheiten der einzelnen Wegabschnitte im Detail. Zum Schluss seiner Ausführungen vermerkte er, dass der Weg neben seinem informellen Charakter verschiedene andere Funktionen haben sollte und zwar: Eine Verbindung von Stadt und Landkreis Landshut, ein Angebot für die Bevölkerung und Schulen, Imagebildung, historische und landschaftliche Schätze erschließen, verschiedene Wegkonzepte zusammen zu führen und touristisch fördernd auf Stadt und Landkreis Landshut zu wirken.

 

 

 

13. 3.2009, 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung, Gasthaus Proske, Ergolding

 

Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung
3. Bericht des 1. Vorstandes
4. Bericht des Kassenverwalters
5. Wünsche und Anträge
 

1. Vorsitzender Peter Geldner konnte zur Jahreshauptversammlung eine stattliche Anzahl von Vereinsmitgliedern begrüßen. Sein besonderer Gruß galt der Referentin des Abends Frau Engels-Pöllinger. Nach Bekanntgabe der Tagesordnung ließ der Vorsitzende über das Protokoll der letzten Generalversammlung abstimmen. Die Anwesenden hatten keine Einwände dagegen. In seinen Ausführungen zum nächsten Tagesordnungspunkt "Bericht des 1. Vorsitzenden", ging Geldner als erstes auf das Thema Kreisarchäologe ein, zu dem u.a. am 14. Mai 2008 auch ein Gespräch mit Landrat Eppeneder stattgefunden hat. Leider ist bis heute keine Änderung der Situation ergeben.

Ein weiterer Punkt, der seit einiger Zeit in Arbeit ist, ist die Umstellung der Homepage von arLan. Dazu ist zu berichten, dass der Verein inzwischen die Rechte an dieser Homepage erworben hat und im Moment dabei ist die Homepage zu überarbeiten. Neben der Aktualisierung und Intensivierung der Informationen für Vereinsmitglieder und Gäste ist für die Zukunft geplant, mit der Homepage eine Art von regionaler elektronischer Geschichtsdatenbank zu schaffen. Ein äußerst wichtiges Arbeitsfeld von arLan sind die vielfältigen Angebote für Kinder und Erwachsene, sich mit der Archäologie vertrauter zu machen. Hier ist die 2. Vorsitzende Monika Weigl seit vielen Jahren überaus und vor allen Dingen auch überregional erfolgreich tätig. Ihr neuestes Projekt ist ein "archäologischen" Betreuungstreffpunkt für Kinder" in Landshut an Samstagen zu schaffen, um damit den Eltern für zwei bis drei Stunden einen Einkaufsbummel zu ermöglichen.
Sehr ausführlich ging 1. Vorsitzender Geldner auf die Schaffung eines Burgfriedenssäulenweges ein. Er erinnerte hier an die Wanderung zum Tag des Denkmals zu den im Gebiet des Monibergs liegenden Burgfriedenssäulen. Hauptinitiator war hier Beiratsmitglied Christoph Stein.
Um nun zu verhindern, dass die Burgfriedenssäulen wieder in Vergessenheit geraten, schlägt der Vorsitzende vor, einen Burgfriedenssäulenweg zu schaffen. Ebenfalls in dieser Richtung zu sehen sind die Wanderungen im Landkreis zu den Boden-, Natur- und Kulturdenkmälern im Raum Landshut. Hier hat Werner Hübner eine Broschüre publiziert, mit welcher er seine in den letzten 15 Jahren stattgefundenen geschichtlichen Wanderungen in unsere Region mit Unterstützung von Christoph Stein festgehalten hat.
Die Finanzierung des Drucks dieses Büchleins wurde vom Bund Naturschutz übernommen der ja als Mitinitiator dieser Wanderungen maßgeblich engagiert ist.
Mit dem Thema "Altstraßen in unserer Region" beschäftigt sich eine Gruppe des Vereins besonders intensiv; hier sind neben Werner Hübner die Vereinsmitglieder Franz Ebert und Hans Jell zu erwähnen. Erstes Ziel der Projektgruppe ist es Spuren der von Verona kommenden und nach Regensburg führenden römischen Militärstrasse zu finden, die etwa um 179 nach Christus auf Anordnung des Kaiser Marc Aurel entstanden ist. Weiter beschäftigte den Verein das Thema "archäologische Ausstellung" als regelmäßige Informationsveranstaltung, nicht nur für die Landshuter. Da die Umsetzung aber mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, ruht deren Verwirklichung zunächst in der Kiste der Ideensammlungen, so Peter Geldner.
Anschließend geht der Vorsitzende noch kurz auf die archäologischen Stammtische ein, die wohl eine der wichtigsten Aktivitäten des Vereins sind. Themen im Berichtszeitraum waren hier: "Altstraßen" von Hans Jell, "Burgfriedenssäulen der Stadt Landshut" von Christoph Stein, der Film über die "Straßburg" vom Vorsitzenden selbst, "Mythen der Wundheilung" von Dr. Ditmar Frommeld, "Entwicklung der Burgen und insbesondere der Holzbauten in der Region" von Prof. Otto Bauer und "Heimat um Ergoldsbach" von Heimatpfleger Helmut Siegl aus Ergoldsbach.
Des Weiteren bedankte sich Vorsitzender Geldner bei den Vereinsmitgliedern Heidi Herrnberger und Liselotte Nislbeck, die an einer archäologischen Lehrgrabung teilgenommen haben.

Abschließend berichtete Geldner noch vom Vereinsausflug 2008 in die neuen Bundesländer, bei dem man hoch interessante Ziele besucht und dabei insbesondere ebenso interessante Menschen kennen lernen durfte.

Als nächster Punkt stand der Kassenbericht von Werner Hübner auf der Tagesordnung. Daraus ergab sich, dass der Verein auf gesunden Füßen steht. Geprüft und für in Ordnung befunden wurde die Kasse von den Prüfern Rupert Wimmer und Rupert Forster. Letzter bat die Anwesenden um Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft. Diese wurde von der Versammlung ohne Gegenstimmen erteilt.
Zum letzten Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" gabt es keine Wortmeldungen.

Der Landshuter Renaissancegarten - Arbeitsbericht einer Spurensuche,

so lautete der Titel des Vortrags von Frau Uschi Engels-Pöllinger im Anschluss an die Jahreshauptversammlung.
Hinter dem unscheinbaren Titel verbarg sich zur Freude der Anwesenden eine spannende Suche nach Spuren eines fast vergessenen Teils der Landshuter Stadtgeschichte, dem Renaissancegarten. Mit einer äußerst fundierten Einführung über die Entstehung, Lage und Ausstattung dieses Gartens entführte die Referentin gekonnt die Besucher in die Zeit von Wilhelm V. von Bayern und seiner Gemahlin Renata von Lothringen. Weiter berichtete Frau Engels-Pöllinger über ihre täglichen Begehungen der Baustelle auf dem früheren Wochenmarktplatz und ihre teils überraschenden Funde und Befunde. Dabei beeindruckte vor allem mit wie viel Einsatz, großer Ausdauer und Akribie sich Frau Engels-Pöllinger der Sache angenommen hatte. Sicherlich ein vorbildliches Engagement, sich mit den Zeugnissen der Vergangenheit auseinander zu setzen und dies auch noch in nachahmenswerter Weise in einem Vortrag umzusetzen, wofür sich die Mitglieder von arLan mit einem lang anhaltenden Applaus bedankten.
 

Referentin: die Landshuter Freiraumplanerin Uschi Engels-Pöllinger

Thema: Der Landshuter Renaissancegarten - Arbeitsbericht einer Spurensuche.

Zwischen 1574 und 1579 ließ der spätere Herzog Wilhelm V. von Bayern in Landshut für Renata, seine lothringische Gemahlin, einen prächtigen Lust- und Irrgarten anlegen. Bereits im dreissigjährigen Krieg zerstört, blieb die Lage des Gartens, von dem weder Pläne noch Abbildungen erhalten sind, über Jahrhunderte ungewiss. Erst 2001 konnte die Münchner Kunsthistorikerin Hilda Lietzmann sicher nachweisen, dass sich die große Gartenanlage im heutigen Ämterviertel entlang der Podewilsstraße erstreckte.
Im letzten Jahr wurde auf der Fläche des frühere Wochenmarktplatzes mit dem Neubau des Landesamtes für Finanzen begonnen. Während der Aushubarbeiten bot sich für kurze Zeit die Möglichkeit, nach Spuren dieses Renaissancegartens zu suchen.
Im „Arbeitsbericht einer Spurensuche“ werden erste Zwischenergebnisse der ebenso spannenden wie unkonventionellen Suche vorgestellt.

 

 

 

13.02.2009, 19.30 Uhr, Bürgersaal Altdorf, “Archäologisches Forum”

Der Vereinsabend entfällt, da in Altdorf das Archäologische Forum stattfindet:

Themen:

Grußworte Dr. Sommer Leiter des Landesdenkmalamtes München
Vortrag und Präsentation des geschichtlichen Wanderführers im „Historischen Forum"
Vorstellung des Wanderführers durch Paul Riederer Bund Naturschutz
Kurzvorstellung des Projektes „Landshuter Höhenweg" durch Peter Geldner
Vortrag von Christoph Stein: „Landschaft des Gestern in der Welt von Heute"

 

Den Verein ArLan und den Bund Naturschutz verbindet das gemeinsame Ziel, die Schätze unserer Heimat, dazu zählen die zahlreichen Natur-, Kultur- und Bodendenkmäler, der Bevölkerung regional und überregional begreifbarer zu machen.
Unser Vereinsmitglied Werner Hübner, der für den Einsatz der geschichtlichen Erschließung unserer Region mit zwei Bundesverdienstkreuzen geehrte wurde, führt zusammen mit dem Bund Naturschutz seit vielen Jahren Wanderungen in die Zeit durch und stößt dabei auf ein immer größer werdendes Interesse.

Diese Spurensuche durch die historische Kulturlandschaft von Stadt und Landkreis Landshut hat Herr Hübner nun zu einem Wanderführer zusammengefasst, der vom Bund Naturschutz herausgegeben wird und den wir Ihnen im „Historischen Forum" gemeinsam vorstellen. Dieses Buch ist gleichzeitig der Startpunkt für das Projekt „Landshuter Höhenweg". Der Landshuter Höhenweg ist gedacht als eine Art kultur- und naturhistorische Schlagader, die unseren Landkreis den Isarhangleiten entlang von West nach Ost durchkreuzt und deren Abzweigungen tief in unsere Region führen und in deren Mittelpunkt die Herzogstadt Landshut steht.

Abschluss dieser Veranstaltung war dann ein Vortrag unseres Vereinsmitglieds Christoph Stein.
Als Landschaftsarchitekt geht er den historischen Spuren unserer Region nach und stellt sie in Zusammenhang mit den natürlichen Bedingungen. Dabei zeigt er auch auf, wie sehr der um sich greifende Landschaftswandel diese Eigenarten und damit die Identität unserer Heimat gefährdet.

 

zum Seitenanfang