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Ortsgeschichte - Stadt und Landkreis Landshut
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Veranstaltungen und Termine

ArLan, Verein für Archäologie und Bodendenkmalpflege in Stadt und Landkreis Landshut e.V.

Vor etwa 7500 Jahren, in der Jungsteinzeit, wurden in unserer Gegend die ersten Menschen seßhaft. Sie nutzten die günstigen Voraussetzungen, das Isartal, die Höhenrücken und ertragreichen Ackerböden und begannen Ackerbau zu betreiben. Aus dieser Zeit gibt es keine schriftlichen Überlieferungen.
Stadt und Landkreis Landshut weisen besonders viele Orte mit Bau- und Bodendenkmälern auf, die sogar zur Namensgebung für vorgeschichtliche Kulturen wie Altheimer Kultur (3800 - 3400/3300) oder Oberlauterbacher Gruppe (4900 - 4500 v. Chr.) führten und weit über Deutschland hinaus in Fachkreisen bekannt sind.
Anliegen unseres Vereins ist es deshalb, die bei uns so zahlreichen Spuren unserer Vorfahren zu sichern, die Belange der Archäologie und Bodendenkmalpflege zu fördern und unsere Mitbürger für diese wichtigen Themen zu sensibilisieren. Wir arbeiten eng zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Gesellschaft für Archäologie in Bayern, der Kreisarchäologie und den regionalen Museen.

Lesetipps

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Aktuelles

Der Landshuter Höhenwanderweg, Teil 2, ist eröffnet

WanderkarteDer Abschnitt 1 von Buch am Erlbach bis Landshut hat schon viele Freunde gefunden. Nun ist auch der Abschnitt 2 von Landshut bis zur Landkreisgrenze Hüttenkofen, eröffnet. Die Wanderstrecke führt durch die Innenstadt, auf den Hofberg und dann über das Naturschutzgebiet “ehemaliger Standortübungsplatz”  auf den Isarhöhen entlang zu Geschichte, Bodendenkmälern, Natur und Kultur und zahlreichen schönen Aussichtpunkten.
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Bau- und Bodendenkmal Moserbräu

Der ehemalige Moserbräu mit seiner historischen Bausubstanz und einer Jahrhunderte langen gastronomischen Tradition bewegt seit Jahren die Gemüter.
Über das Schicksal des Hauses steht eine Entscheidung noch aus. Es liegt aber jetzt ein Bebauungsplan für den rückwärtigen Teil des Denkmals „Moserbräu“ vor. Damit wird bei der Bebauung in den Bereich eines  ausgewiesenen Bodendenkmals eingegriffen, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit Spuren der Stadtentwicklung und des Lebens vergangener Jahrhunderte enthält.

Unser Verein hat nun seine Bedenken und Vorschläge zu diesem Bodendenkmal zusammengefasst und einen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Herrn Rampf, geschrieben.
PDF-Datei öffnenDas Anschreiben und die Antwort finden Sie in der PDF-Datei.

Arlan ist im Leader-Programm Landshut vertreten

Das Leaderprogramm ist ein EU-Förderprogramm zur Stärkung des ländlichen Raums. Der Landkreis Landshut ist offiziell als Leader-Region anerkannt und hat zahlreiche Projekte, nach dem Motto “Bürger gestalten ihre Heimat”, eingereicht und vorgestellt.
Unser Verein engagiert sich bei der Planung und Verwirklichung des Landshuter Höhenwanderwegs.
Er führt entlang den Isarhangleiten von Buch bis Hüttenkofen. Nicht nur die interessanten archäologischen Bodendenkmäler unseres Gebietes sondern vor allem auch Geschichte und Kultur sollen dem Wanderer näher gebracht.
36 Schautafeln führen den Wanderer zu vielen Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten.
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Eine besondere Ehrung durch die Stadt Landshut

Werner-Hübner-Weg, Archäologe 1921 - 2013Die Archäologie hat offensichtlich bei der Stadt Landshut einen hohen Stellenwert. Im neu erschlossenen Wohngebiet Schönbrunner Wasen erinnern nun mehrere Wege und Straßen an bekannte Persönlichkeiten, die sich um Archäologie und Geschichte verdient gemacht haben.
Eine besondere Freude für unseren Verein ist die Ehrung für unser  verstorbenes Gründungs- und Ehrenmitglied Werner Hübner.

Arlan ist Mitglied im Arbeitskreis Erdstallforschung

Der Arbeitskreis für Erdstallforschung ist eine Interessengemeinschaft, die sich ehrenamtlich für die Erforschung, Dokumentation und Sicherung der Erdställe und deren dauerhaften Erhalt einsetzt. Er dient als Ansprechpartner für Erdstallbesitzer und bildet die Schnittstelle zum Landesamt für Denkmalpflege.
Erdställe sind künstlich angelegte unterirdische Gangsysteme, deren Entstehung und Nutzung noch weitgehend rätselhaft ist. Die Bezeichnung Erdstall bedeutet  “Stelle” in der Erde, ähnlich dem Wort Burgstall, das auf den ehemaligen Standort einer Befestigungsanlage hinweist.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website: www.erdstall.de

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Termine

Unser Vereinsabend findet in der Regel jeweils am zweiten Freitag des Monats statt, mit wechselnden Themen und Vorträgen, im Gasthaus Proske, Weidenstraße 2, 84030 Ergolding (Tel: 0871 71822), Beginn 19.30 Uhr. Auch Gäste sind herzlich eingeladen.

Freitag, 14. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Vortrag: Prof. Dr. Fischer (Mainburg)

Von den Römern zu den Bayern
Zur Kontinuität von der Spätantike zum frühen Mittelalter in Ostbayern

Die Zeitspanne zwischen der spätrömischen Provinz Raetia Secunda und dem agilolfingischen Stammesherzogtum im 6. Jahrhundert n. Chr. gilt als dunkel und noch nicht ausreichend erforscht. Hier besteht zunächst einmal ein methodisches Problem: Die schriftlichen Quellen sind sehr spärlich und reichen nicht zur Klärung der Situation aus, sie werden sich auch kaum vermehren lassen. Hier können allerdings bis zu einem gewissen Grad die Ergebnisse der archäologischen Forschung einspringen. Doch sind diese noch längst nicht alle angemessen bearbeitet, außerdem besteht ein steter Zuwachs an einschlägigen Bodenfunden. Nur in wenigen Regionen weiß man etwas mehr: In Regensburg ist die kontinuierliche Nutzung  des Platzes alleine schon durch die bruchlose Tradierung des Namens von Castra Regina über Reganespurc zu Regensburg erwiesen, inzwischen kann diese Kontinuität auch durch entsprechendes archäologisches Fundmaterial abgesichert werden. Während sonst für das römische Voralpenland im 5. Jh. die schriftlichen Quellen weitgehend schweigen, steht für den Osten Raetiens ab Künzing und für das östlich anschließende Ufernoricum in den letzten Jahre der römischen Herrschaft, die hier inselartig sogar über das Jahr 476 hinaus andauerte, eine einzigartige schriftliche Quelle zur Verfügung. Es handelt sich um die von dem Abt von Eugippius 511  im Kloster Lucullanum bei Neapel verfaßten Lebensbeschreibung des heiligen Severin. Eugippius ist als Schüler Severins vielfach direkter Zeuge dessen gewesen, was er beschreibt. Zunehmend können archäologische Quellen diese Überlieferung stützen. Der Vortrag will auf aktuellem Forschungsstand zu diesen wichtigen Fragen, die letztlich den Ursprung des heutigen Freistaates Bayerns klären können, Stellung nehmen.

Freitag, 11. November 2016, 19.30 Uhr

Vortrag: Christoph Stein

Gotische Giganten - die Stadtkirchen der altbayerischen Herzogsstädte

Das "lange 15. Jahrhundert" brachte in Altbayern eine große Vielzahl von Kirchenbauten hervor. Die gotische Sakralbaukunst wurde dabei zu einer besonderen, europaweit bedeutsamen späten Blüte gebracht. Die Stadtkirchen der miteinander konkurrierenden Herzogsstädte Landshut, München, Straubing und Ingolstadt sind hierbei die wichtigsten Exponenten. Der Vortrag stellt diese Bauwerke vergleichend vor, geht ihren Gründungsabsichten nach und zeigt die architektonischen und zeitlichen Zusammenhänge sowie die jeweiligen stilistischen Besonderheiten und deren Bedeutung in der bayerischen und deutschen Architekturgeschichte des späten Mittelalters auf.

Vorankündigungen:

 

Freitag, 9. Dezember 2016, 19.30 Uhr
Vortrag Monsignore Schober. Ortsnamensforschung auf Wunsch

 

Ausflüge

Für das Jahr 2016 plant ARLAN derzeit folgende Ausflüge:

23. bis 25. September 2016, Nach Halle, Merseburg, Memleben, Querfurt, Nebra, Goseck und Naumburg

Drei Tage „Auf der Straße der Romantik“ – „Die Himmelswege, Sternstunden der Jahrtausende“

Die 3-Tagereise mit dem Bus vom 23. bis 25. September 2016 führt  am Freitag (23.09.2016) nach Halle (Landesmuseum) und Merseburg (Dom), am Samstag besuchen wir Memleben (Kloster), Querfurt (Burg)  und Nebra.(Fundort der Himmelsscheibe). Den Abschluss am Sonntag  bilden dann Goseck (Sonnenobservatorium) und Naumburg (Dom und Schatzkammer).
Die Ziele dieser Reise haben unsere Mitglieder Rupert Wimmer und Helmut Böhm ausgesucht. Als Reiseveranstalter konnten wir das erfahrene Reise- und Veranstaltungsbüro Frank Domakowski gewinnen, der uns eine hochinteressante und nicht rein archäologische Exkursion zusammengestellt hat.
Der Reisepreis beträgt pro Person für Vereinsmitglieder und deren Familienangehörige € 295,--.
Es können natürlich auch Nichtmitglieder an der Reise teilnehmen. Der Reisepreis beträgt für Nichtmitglieder pro Person € 315,--.
Einzelzimmerzuschlag € 30,--.
Verbindliche Anmeldung  bis 30.3.2016. Für die Reservierung überweisen Sie bitte € 30,-- als Vorauszahlung nach der Anmeldung. Die restliche Zahlung ist bis spätestens Ende August zu leisten.
Überweisung auf Kto. Arlan-Verein, RB Altdorf IBAN  DE43743626630005789591, BLZ GENODEF1ERG

Anmeldung bitte bei Peter Geldner, entweder per E-Mail  peter.geldner@arlan.de  oder Telefon  08784 967 987 0

Die Reservierung für die Reise erfolgt  in der Reihenfolge der Anmeldungen. Sollte die Reise auf Grund zu weniger Anmeldungen nicht stattfinden, erhalten Sie die bereits getätigten Zahlungen selbstverständlich rückerstattet.
Weitere Details zum Ablauf der Reise bzw. zu den im Reisepreis eingeschlossenen Leistungen (Übernachtungen, Verpflegung PDF-Datei öffnenEintrittspreise) usw.  können Sie der beiliegenden Reisebeschreibung in der PDF-Datei entnehmen.

 

Sonstiges

Altheim 2.0   -   Mehr als ein Erdwerk!

Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen der Jahre 2013 und 2014 sowie die Funde von 1914
zum ersten Mal in einer Ausstellung in Essenbach

Ort:  Foyer der Musikschule Essenbach. Savigneux-Platz 1, 84051 Essenbach
Dauer: 30.09. bis 30.10. und 06.11. bis 10.11.2016
Öffnungszeiten: Mo-Di: 9-12.30, Mo-Fr: 13-18 Uhr, So: 13-17 Uhr (Sonntags kostenlose Führungen!)
der Eintritt ist frei
Altheim-mehr als ein ErdwerkRund ein Jahrhundert nach der ersten Ausgrabung am namengebenden Fundort der Altheimer Kultur im Jahre 1914 haben Archäologen den Platz abermals aufgesucht. Zwischen Mirskofen und Altheim haben Archäologen und Studierende der Universität Regensburg einen vierten Graben entdeckt. Im Rahmen einer Sonderausstellung kann man sich im Herbst 2016 über die neuen Ergebnisse informieren. Der Titel verrät es schon, es gibt neue Antworten auf spannende Fragen:
  • Wie bestritten die Menschen der Steinzeit vor 5700 Jahren ihren Lebensunterhalt?
  • Was veranlasste die Vorfahren der Altheimer zur Errichtung von Gräben mit mindestens 3 Meter Tiefe und mehreren hundert Metern Länge
  • Beobachteten sie in der Anlage den Lauf von Sonne und Mond?
  • Was verraten die Fundstücke über die Geschehnisse an diesem besonderen Platz?
Im Zentrum der Ausstellung, die vom Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Universität Regensburg und ihren Studierenden in Kooperation mit dem Markt Essenbach und der Kreisarchäologie Landshut sowie mit finanzieller Unterstützung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und dem Verein für Archäologie und Bodendenkmalpflege in Stadt und Landkreis Landshut – ArLan e.V. erarbeitet ist, sollen die Ergebnisse der seit 2012 laufenden Prospektionsarbeiten und der in den Jahren 2013-2014 durchgeführten Ausgrabungen stehen. Neben den Forschungsergebnissen sollen auch die modernen Methoden der neuen Forschungen (wie z. B. Magnetometer-Prospektionen und C14-Analysen) vorgestellt werden. Eine Präsentation der jüngsten Untersuchungen kann jedoch nicht ohne einen Rückgriff auf die früheren Geländearbeiten und Funde gelingen. Sie waren bedeutende Grundlage für eine weit über die Grenzen Niederbayerns hinaus reichende Diskussion über das 4. Jahrtausend vor Chr. und machten den Namen des Fundortes Altheim in der Vorgeschichtsforschung weltbekannt. Die geplante Ausstellung versucht daher Funde der früheren Grabungen und Ergebnisse der neuen Forschungsarbeiten zusammenzuführen. Einer der Höhepunkte werden zwei Schädel aus dem Altheimer Erdwerk sein. Sie sind Überreste der zahlreichen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verloren gegangenen Menschenknochen aus den Altgrabungen.
Anfragen für Führungen während und außerhalb der Öffnungszeiten richten Sie bitte an:
Altheim2_0@ur.de oder Martin.Posselt@ur.de (0172-6763087)
Veranstalter/ Kooperationspartner:
Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Universität Regensburg
Markt Essenbach
Kreisarchäologie Landshut
Inhaltlich Verantwortliche:
Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Universität Regensburg
(Prof. Dr. Th. Saile, B. Zirngibl M.A., M. Posselt M.A.)
Weitere Internetadressen:
www.ur.de/Altheim2_0
https://www.facebook.com/VFG.uni.regensburg/

Aktuelle Ausgrabungen in Ergolding- Fischergasse

Alheimer Messer, Feuerstein, Ergolding FischergasseIn den letzten Monaten wurde in der Fischergasse ein Abwasserkanal errichtet, der in weiten Teilen in noch nicht untersuchten Bereichen der Feuchtbodensiedlung liegen sollte. Im Vorgriff auf diese Arbeiten wurden im Herbst 2015 etwa 130m² der altheimzeitlichen Siedlung archäologisch untersucht und dabei zahlreiche spannende Funde geborgen.

Im Rahmen der kleinen Ausstellung im Rathaus von Ergolding werden die schönsten Funde der Ausgrabung der Öffentlichkeit präsentiert. Darunter finden sich Schmuckstücke aus Tierzähnen, Pfeilspitzen aus Feuerstein, Beile aus geschliffenem Stein und – als Besonderheit- zwei vollständig erhaltene große Messer aus Feuerstein die in einem Depot vor etwa 6.000 Jahren versteckt wurden und im letzten Jahr wieder entdeckt wurden.

Die Funde können ab 01.07. zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt
werden.

 

Mitten im Krieg - Der Weltkrieg 1914/18 und seine regionalen Auswirkungen

Weltkrieg1 Sonderausstellung im Heimatmuseum VilsbiburgSonderausstellung im Heimatmuseum Vilsbiburg
vom 18. Juni 2016 bis 19. März 2017

Obwohl in Bayern keine Kämpfe stattfanden, hatte der Krieg doch erhebliche Auswirkungen auch in Vilsbiburg. Die Sonderausstellung zeigt die Situation vor 100 Jahren als viele junge Männer einberufen wurden, bald zahlreiche Gefallene zu beklagen waren, Kriegsanleihen aufgelegt wurden und im Vilsbiburger Anzeiger Berichte über das Attentat von Sarajevo oder über die Kriegsweihnacht 1914 erschienen.

 

Beiträge zum Thema finden Sie auf der Seite Vilsbiburg
oder
auf der Website des Heimatmuseums Vilsbiburg

Außerdem gibt es ein Begleitbuch zur Sonderausstellung:
Käser, Peter: Mitten im Krieg – Der Weltkrieg 1914/18 und seine regionalen Auswirkungen – Begleitbuch zur gleichnamigen Sonderausstellung im Heimatmuseum Vilsbiburg (Heimatverein Vilsbiburg) 2016, 392 S. mit zahlreichen überwiegend farbigen Abbildungen. (Vilsbiburger Museumsschrift Nr. 18), ISBN 978-3-9816382-2-6 € 24,80.
PDF-Datei öffnenNähere Informationen finden Sie in der PDF-Datei:

 

 

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